Lärm, Nachtruhe, Infraschall und Schattenwurf
Lärm
Windkraftanlagen verursachen ja nach Bauart, Größe, Standort und den aktuellen Windverhältnissen unterschiedlich hohe, für uns Menschen direkt wahrnehmbare, Lärmemissionen.
Schattenwurf
Die Windräder stehen genau im Sonnenverlauf und in Richtung der Hauptwindrichtung, d.h. Lärm trägt sich in die Siedlung. Aber der Schattenwurf ist ebenso nicht unerheblich. Alle Grundstücke an der Siedlungsgrenze, die nach Westen ausgerichtet sind, sind davon betroffen. Wer kennt sie nicht, die Sonnenuntergänge in Vellahn. Hier stehen aber zukünftig Windräder und werfen "pulsierenden" Schatten bis in die Wohnstube hinein.
Nachtruhe
Aussagen von Betroffenen verdeutlichen sehr anschaulich, was es bedeutet, wenn man den für seine Leistungsfähigkeit und Gesundheit erforderlichen regenerativen Schlaf nicht mehr finden kann. Zudem sind die Maßnahmen, die von Betroffenen ergriffen werden, um wieder einen gesunden Schlaf finden zu können, mitunter sehr drastisch. Es zeigt sich, wie wenig Handlungsspielraum einem bleibt, wenn erst einmal die industrielle Windkraft in unmittelbarer Nähe zum eigenen Schlafplatz angekommen ist. Ist man erst einmal den Lärmemissionen dieser Industriegiganten ausgesetzt, wird der Widerstand aufgrund schwindender Kräfte und der aktuellen Rechtslage fast aussichtslos.
- 26.05.2016 – NDR – Lärm raubt den Bürgern im Kreis Aurich den Schlaf
- 22.03.2014 – SWR – Bewunderung weicht Ernüchterung – Windkraftbefürworter gründen Bürgerinitiative aufgrund des schlafraubenden WKA-Lärm
- 05.06.2013 – einsfestival – Das Leben in der Nähe von Windrad-Riesen – ein Erfahrungsbericht
Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Infraschall
„Bei schwierigem Wetter, wenn wir hier die Nord-West-Winde haben, dann sind diese Anlagen zu hören bis zum Dorfende, dieses Summen, also dieser Infraschall, das ist manchmal gar nicht auszuhalten“, sagt Thomas Voigt.
Er ist ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Temnitztal. "...Pläne für eine zweite Einfamilienhaussiedlung musste die Gemeinde deshalb aufgeben.."
Interview mit Prof. Mathys zu Infraschall von Windkraftanlagen und Gesundheit - YouTube
Windturbinensyndrom
Den Schall mag man nicht immer hören, aber es sind Schallwellen, die man z.B. sichtbar machen kann und sich als Körperschall weitertragen.
Heyo Eckel, Radiologe und langjähriger Präsident der Ärztekammer von Niedersachsen, ergänzt: „Der Infraschall ist etwas, der im Grunde genommen Auswirkungen auf das Gehirn hat, Auswirkungen auf das Sehen hat und, ganz offensichtlich, auch Auswirkungen auf das vegetative Nervensystem hat. Erforscht ist das ganze ursprünglich sogar im militärischen Bereich. Die Amerikaner haben Versuche unternommen, dass man mit Infraschall Truppen außer Gefecht setzen kann, weil sie nicht mehr agieren, nicht mehr kämpfen konnten.“
Mit tieffrequentem Schall sind der sogenannte Hörschall und der Infraschall gemeint. Man misst sie von 100 Hz abwärts bis 10 Hz. Ab einer Frequenz von ca. 20 – 16 Hz geht der Hörschall in den für den Menschen nicht mehr hörbaren Infraschall über. Je niedriger seine Frequenz ist, desto weiter wird er übertragen.
Windkraft in der Kritik - Klimaheilmittel und Krankmacher (deutschlandfunkkultur.de)